Tempelhof soll FLUGPARK BERLIN werden

Nach allen immer wieder aufflammenden Versuchen, den stillgelegten Flughafen BERLIN-TEMPELHOF neu zu beleben wirft das Luftfahrtunternehmen Berlin Tempelhof Aviators nun ihrerseits ein Konzept in den Ring, welches die unsäglichen Vermarktungsversuche der Vergangenheit mit einem schlüssigen Konzept beenden soll.

Vor dem Hintergrund des Sparaktionismus der Berlin Immobilien Management GmbH (BIM) als einzigen Ausweg aus der inzwischen weltweit bekannt gewordenen Tempelhof-Misere erscheint das nun bereits in groben Zügen plastische Konzept der Tempelhof Aviators ein logisches Planungswerk zu sein: die Bündelung von Kultur und eingeschränkter Luftfahrt zu einem tragfähigen Vorhaben.

“Bei der Entwicklung des Konzeptes haben wir neben einer angemessenen Zukunft für den tradi
tionsreichen Berliner Flughafenstandort auch wirtschaftliche und kulturelle Aspekte sinnvoll mit
einander verbunden. Ziel ist es auf dieser Basis zusätzliche Arbeitsplätze mitten im Herzen Berlins zu schaffen. Dass dieses nicht nur Wunschvorstellung sind, können wir nun auch nachweisen”, sagt Andreas Brühan – Finanzvorstand der Berlin Tempelhof Aviators.

Dabei sind die Planungen bereits weit vorangekommen. Anfragen über die Anmietung von Teilflächen im Bereich der Start-, Lande- und Rollbahnen sind nach erster Rückmeldung positiv beschieden worden - die Anzeige über das Vorhaben bei der Luftfahrtbehörde wurde dort ebenfalls wohlwollend entgegengenommen.

Und auch die Deutsche Bahn AG hat sich zwischenzeitlich zu Wort gemeldet: der oberste Bahnlenker Hartmut Mehdorn zeigte sich interessiert und wird nun über den weiteren Verlauf des Projektes informiert.

Bei genauerer Betrachtung erscheint die Beimischung eines eingeschränkten Luftfahrtbetriebes bei diesem Konzept die eigentliche Geldquelle zu sein, die den maßgeblichen Anteil an der Refinanzierung der Ausgaben für Gebäude und Gelände stellt: nimmt man allein die Umsätze des wenigen Flugverkehrs in Tempelhof der letzen Jahr zusammen, so ergibt sich ein durchschnittliches Umsatzjahresvolumen von 7,731 Millionen Euro. Im Umkehrschluss bedeutet das: im Zusammenspiel mit einer klugen Vermietungsstrategie des Gebäudes sind die von der BIM veröffentlichten Verlustzahlen von 14 Millionen Euro schnell halbiert und bei optimistischer Betrachtung sogar ganzheitlich vom Tisch.

Noch steht ein endgültiges Feedback des Berliner Senats und allen voran des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) aus - egal wie es ausfallen wird: das Konzept der Tempelhof Aviators beweist, dass der Standort Tempelhof nach all den Versuchen der vergangenen Monate nur mit der Luftfahrt aus der Verlustzone zu bringen ist. Und das wußten alle Berliner bereits weit vor der Schließung am 30. Oktober 2008.

Autor: admin
Datum: Freitag, 16. Januar 2009 17:56
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