Klaus Wowereit – „Die regierende Leberwurst“

Bildzeitung, 08.02.2009

Berlins Regierender sagt Termin mit Journalisten ab, weil ihm Zeitungsbericht zu kritisch war

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (55, SPD) ist beleidigt: Von allen Seiten hagelt es Kritik. Und die WELT am SONNTAG hat dem Politiker die passende Schlagzeile gewidmet, nennt ihn die „Regierende Leberwurst“!

Hintergrund: Wowereit hat einen Interview-Termin mit Journalisten von WELT am SONNTAG abgesagt, weil ihm ein Bericht der BERLINER MORGENPOST über ihn nicht gefallen hatte. Beide Zeitungen erscheinen im Axel Springer Verlag.

Die gesamte Berliner Presse schreibt schlecht über den Regierenden: „Wowereit schmollt“ titelt die „taz“, „Armer Regierender“ schrieb der „Tagesspiegel“, „Wowereit völlig abgehoben“ hieß es bei BILD.

Nie war Klaus Wowereit so umstritten wie jetzt, musste sich so viel Kritik gefallen lassen!

Laut Forsa-Umfrage finden 64 Prozent der Berliner, dass sich Wowereit nicht genügend um ihre Sorgen und Ängste kümmert. 49 Prozent halten ihn für „selbstherrlich“.

Beispiel Tempelhof: Abflughalle, sieben Hangars und das Vorfeld vermietet Wowereit in den nächsten zehn Jahren jeweils für zwei Monate im Jahr an die Modemesse „Bread & Butter“. 72 Prozent der Berliner halten das für falsch. Alte Mieter und Interessenten für eine dauerhafte Nutzung, z. B. das Filmstudio Babelsberg, sind verärgert.

Beispiel Pro Reli: Es gibt Streit um den Termin für den Volksentscheid! Statt ihn mit der Europawahl am 7. Juni zusammenzulegen, will ihn Wowereit am 26. April stattfinden lassen. Würde 1,4 Millionen Euro mehr kosten, weniger Menschen an die Urnen bringen, die nötigen 610 000 Stimmen gefährden. Wowi will nicht, dass Religion als Wahlpflichtfach in Berlin eingeführt wird.

Noch nicht einmal für das Bundeswehr-Gelöbnis vor dem Berliner Reichstag im Sommer 2008 hatte er Zeit – er machte lieber Urlaub!

In jüngster Zeit häufen sich die Vorwürfe, dass er sich zu viel um die Party-Kultur und zu wenig ums Regieren in der Hauptstadt kümmert.

Grund: Klaus Wowereit wolle in die Bundespolitik, sei genervt vom kleinkarierten Getue einer einzigen Stadt, berichten Beobachter. Er will ganz nach oben – dabei hat er noch nicht einmal die Probleme Berlins im Griff. Er schmollt lieber.

http://www.bild.de/BILD/news/politik/2009/02/08/klaus-wowereit/die-regierende-leberwurst.html

Autor: admin
Datum: Sonntag, 8. Februar 2009 19:42
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2 Kommentare

  1. 1

    Herr Wowereit outet sich – und die Mehrheit findet es toll!
    Herr Wowereit geht mit der SED/PDS zusammen – und die Mehrheit findet es wieder toll!
    Herr Wowereit feiert jede Party mit – und die Mehrheit findet auch das toll!
    Herr Wowereit schließt den Flughafen Tempelhof– und die Mehrheit findet´s ebenfalls toll!
    Herr Wowereit wirft Religion aus dem Lehrplan– und die Mehrheit findet das erst recht toll!
    Wie soll er auf die Idee kommen, dass die Mehrheit etwas nicht toll finden könnte, das er in die Wege leitet? Haben nicht seine bisherigen politischen Aktivitäten bewiesen, dass er instinktsicher genau das tut, was die Mehrheit will? Wozu braucht es eigentlich noch Wahlen? Wieviel Geld könnte man sparen, wenn wir Herrn Wowereit für 15 Jahre wählen würden! Er drängt doch jetzt nur in die Bundesregierung, damit sich noch mehr Menschen für seine Aktivitäten begeistern können. Ist doch klar, dass sich jetzt die Diva in ihm meldet, die das kleinliche Kritisieren der Minderheit in Berlin satt hat und dem zu entkommen sucht.

  2. 2

    Tja, die Geister die ich rief…..
    So ist das nun mal, wenn man sich Parteien ins Boot holt, die schon zu DDR-Zeiten keine Kirche haben wollten. Es kommt immer mehr herüber, dass die Diktatur Einzug hält in Deutschland, was kein Wunder ist, wenn man weiss wo viele “Linke” Parteimitglieder herkommen.

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