Filmstudio droht Wowereit mit juristischen Schritten
DDP Berlin, 28.02.2009
Der Streit um die Vermietung großer Teile des ehemaligen Flughafens Tempelhof an die Modemesse Bread & Butter droht zu eskalieren. Wie «Der Spiegel» berichtet, haben die Manager der Filmbetriebe Berlin Brandenburg (FBB) dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Freitag ein Unterlassungsbegehren zukommen lassen.
Er soll nicht mehr öffentlich behaupten, dass das Angebot der FBB unter dem von «Bread & Butter» gelegen habe. Falls Wowereit die Unterlassungserklärung bis Montag nicht unterzeichnet hat, wollen die Filmmanager den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragen. Während die Modemesse nach Informationen des Magazins für zwei Monate Nutzung im Jahr 1,65 Millionen Euro Miete zahlen soll, stellten die Babelsberger Filmmanager nach eigenen Angaben dem Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) eine Jahresmiete von bis zu 14 Millionen Euro in Aussicht. Senatssprecher Richard Meng sagte der Nachrichtenagentur ddp, es gebe ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei. Dieses werde nun juristisch geprüft. Er sehe aber «kein rechtliches Problem». Die Modemesse Bread & Butter hat für zehn Jahre das denkmalgeschützte Gebäude des Ende Oktober 2008 geschlossenen Flughafens von der Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) gemietet. Der Vertrag beinhalte die Nutzung sämtlicher Hangars, der Haupthalle und von Freiflächen. Das Areal soll für die Modemesse zweimal im Jahr jeweils einen Monat lang genutzt werden. Trotz Kritik der Opposition schweigt Berlins Regierender Bürgermeister bislang zur Höhe der Miete. (ddp)

