Luftbrücke-Jubiläum: der Programmablauf
Berliner Morgenpost, 12.05.2009
Vor 60 Jahre endete die Blockade Berlins durch die sowjetische Besatzungsmacht. Elf Monate lang hatten die Alliierten West-Berlin mit “Rosinenbombern” aus der Luft versorgt. Den 60. Jahrestag des Endes der Luftbrücke feiert Berlin heute auf dem Flughafen Tempelhof.
Um 14 Uhr öffnen sich dann die drei Pforten des Flughafens wie der Halle zu einem Tag der offenen Tür für die Berlinerinnen und Berliner. Veteranen erzählen von der Luftbrücke, auf zwei Bühnen spielen unter anderen die Rias Big Band, die britische Band of the Royal Force College und die Rockband der United States Air Forces in Europa. Vor dem Gebäude, auf dem Rollfeld soll es ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm geben für Jung und Alt.
In der Halle spielt ab 14 Uhr die Rias Big Band Berlin Hits zwischen Swing und Jazz. Um 14.45 Uhr präsentiert der „Wee Care Choir“ der Quentin Blake Europe School Songs seiner „Flying with the Chocolate Pilot“ Benefiz-CD.
Um 15 Uhr können Interessierte mit Veteranen und Zeitzeugen sprechen, ebenso um 17.45 sowie um 19.15 Uhr.
Um 15.30 Uhr tritt Andrej Hermlin mit seinem Swing Dance Orchestra auf.
Um 16.30 Uhr zeigt die Berliner Musikgruppe „Les Belles du Swing“ ihre Show.
Um 17.30 und um 19 Uhr werden Dokumentarfilme gezeigt.
Ab 18 Uhr präsentiert das Barbershop-Quartett „Latest Edition“ Songs der letzten Jahrzehnte.
Um 18.45 Uhr zeigt Nadine Sieben ihre Performance „I believe I can fly“.
Um 19.30 Uhr tritt der Square-Dance-Club „Running Bears” auf. Ab 20.15 Uhr das Abschlussprogramm eingespielt.
Auf der Bühne auf dem Flugvorfeld präsentiert ab 14 Uhr präsentiert das Luftwaffenmusikkorps 4 Berlin der Bundeswehr seine Heimatstadt Berlin musikalisch.
Um 14.45, um 17.15 und 19.30 Uhr berichten hier Veteranen und Zeitzeugen von ihren Erlebnissen.
Um 15 Uhr singt der Chor der Berlin British School deutsche und englische Kinderlieder. Ab 15.30 Uhr führen Schüler der Ernst-Reuter-Oberschule Streetdance, Hip-Hop und orientalische Tänze vor; Umut Degirmencioglu spielt auf der Baglama.
Um 16 Uhr fliegt ein Rosinenbomber über das Areal und wirft Süßigkeiten ab.
Im Anschluss folgt eine Musikdarbietung der anderen. Um 16.15 und 16.45 Uhr präsentieren die Big Band und der Chor der Gustav-Heinemann-Oberschule die „Operation Vittles“ und spielen Swing.
Um 17.45 Uhr spielt die U.S. Air Forces in Europe Band „Direct Hit“; um 18.30 Uhr folgt The Band of the Royal Air Force College mit „Marching Display“.
Ab 19 Uhr spielt das Jazz-Ensemble der John F. Kennedy School Jazz- und Pop-Highlights. Um 20 Uhr kommt wieder The Band of the Royal Air Force College auf die Bühne und gibt „Beating the Retreat“ zum Besten.
Um 20.20 Uhr beginnt das ‚Flag Lowering’: Die Fahnen werden eingezogen. Ab 20.25 Uhr werden 10.000 Luftballons auf Himmelsreise geschickt – ein Symbol dafür, Grenzen zu überwinden.
Von 14 bis 19 Uhr finden Führungen im Flughafengebäude statt, so zur Basketballhalle, zur Kantine der Alliierten, zu einem Filmbunker und zum Sicherheitsbunker. Touren durch die Ausstellung des Alliierten-Museums beginnen um 15, 16 und 17 Uhr.
Von 14 bis 19 Uhr fahren Busse zu Rollfeld, Flugfeld, Landebahnen, Radarturm, Heizkraftwerk, Schießstand, Softballfeld, Tennisplatz, Werkstätten, Fallschirm-Sprunganlage, Flugsicherung, Munitionsbunker, Crashtor.


Dienstag, 12. Mai 2009 7:56
Schade das der “Nachmittag der offenen Tür”, denn der Tag fängt hier erst am Nachmittag an und dann noch an einem Werktag stattfindet.
Die Politik möchte halt nicht allzuviel Öffentlichkeit.
Nun ich muss arbeiten!
Dienstag, 12. Mai 2009 17:10
Erneut Tränen in Tempelhof
Tränen der Freude sollten es werden, wir waren so aufgeregt, die Kinder fragten:”Wie war das damals? Von Wo kommt der Rosinenbomber? Wird es für alle reichen? Das Flugzeug kam und relativ schnell war klar, was keiner glauben wollten. Wir standen vor der Mauer, so wie einst, vor 20 Jahren. Lange Kindergesichter und Tränen, der Trauer. Nur einige wenige wurden mit Bussen auf den Rasen gefahren und konnten die Care-Pakete fangen. Keiner wusste beschied, viele waren traurig. Ein unwürdiger Abschied, es sollten doch Tränen der Freude werden.
Christiane Schild