Senat: Vermarktung von Tempelhof bald gewinnbringend
Berliner Morgenpost, 17.01.2010
Seit der Schließung des Flughafens Tempelhof ist dem Land Berlin ein Verlust von voraussichtlich fast sieben Millionen Euro entstand. Für das vergangene Jahr werde sich das Ergebnis voraussichtlich auf minus 5,7 Millionen Euro belaufen, teilte die Senatsverwaltung für Finanzen auf eine kleine Anfrage der CDU-Fraktion mit.
In den Monaten November und Dezember 2008 waren es jeweils 500 000 Euro. Doch das Blatt soll sich schon bald wenden: Denn die Einnahmen aus Vermietungen einschließlich der einmaligen und mehrjährigen Events belaufen sich laut Senatsfinanzverwaltung für das vergangene Jahr auf 2,6 Millionen Euro. Für 2010 wird mit 8,3 und für 2011 sogar mit 8,5 Millionen Euro gerechnet.
Der innerstädtische Flughafen war nach heftiger Debatte am 31. Oktober 2008 geschlossen worden. Mittlerweile finden dort zahlreiche Veranstaltungen statt. Umstritten ist die Vermietung an die Modemesse Bread&Butter, die Teile des Geländes sowie des Hauptgebäudes und Hangars zwei Monate im Jahr für zwei Messe-Termine nutzt. Kritiker bemängeln, dass durch den Mietvertrag die dauerhafte Nutzung Tempelhofs durch andere Interessenten verhindert wird.

